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Texas Hold’em: Irreführende Spiele
Einleitung
Es ist sehr wichtig, dass Sie in Ihr Spiel ein paar Täuschungsmanöver einbauen, denn das macht Sie als Gegner weniger durchschaubar. Wenn Sie bei schlechten Karten immer checken und beim Raisen immer ein gutes Blatt haben, wird ein wachsamer Gegner Ihr Spiel schnell durchschaut haben.
Die Free Card
Wenn Sie in einer späten Position spielen oder als letzter dran sind, dann können Sie mit einer drawing hand (Hand, die Verbesserung braucht) den Flop erhöhen. Das wird Ihre Gegner dazu veranlassen, in dieser Runde zu checken und so gibt es Ihnen selbst die Möglichkeit zu checken (wenn Ihre Hand nicht besser wird) oder zu setzen (falls Ihre Hand es zulässt). Sollte Ihre Hand nicht besser geworden sein, wird Ihnen das eine Menge Geld sparen, oder eine Menge einbringen. Andererseits kann diese Taktik auch nach hinten losgehen, sollten Sie beim Flop überboten werden. In dieser Situation wird Ihnen Ihr Manöver Geld kosten, beweist aber trotzdem ein gutes Spiel, da Sie immerhin Informationen über die anderen Spieler erhalten haben. Außerdem bleibt Ihnen immer noch die Chance auf eine bessere Hand.
Check-Raise
Wenn Sie an der Reihe sind und eine gute Hand haben, dann checken Sie in der Hoffnung, dass Ihr Gegner setzt, so dass Sie dann raisen können, wenn Sie wieder an der Reihe sind. Zum Beispiel: Sie sind in einer frühen Position und haben A -Q . Der Flop ist As-Q -6 . Sie checken und drei Spieler in einer Mittelposition checken ebenfalls. Wenn ein Spieler in einer späten Position setzt, dann raisen Sie. Der Grund für einen Check-Raise ist ganz einfach. Es wird für die drawing Hand zu teuer, den bisherigen Einsatz zu bezahlen (zu callen). Dies verhält sich beispielsweise beim gut-shot straight draw so (wenn es für eine Straße nur eine Möglichkeit gibt, diese zu erreichen) oder bei overcards (alle Karten der Starthände, die höher sind, als die höchste Karte im Flop). Das Check-Raise aus einer frühen Position heraus, gibt Ihnen die Fäden in die Hand. Wenn Ihre Gegner dann trotzdem callen, haben Sie zumindest Informationen über den Wert ihrer Hände erlangt und zwingt diese, besser aufzupassen, um sie rauszukicken.
Semi Bluff
Semi-Bluffing bedeutet, dass Sie setzen oder erhöhen, obwohl Sie keine allzu gute Hand haben (im Moment). Jedoch haben Sie einige Outs (die Zahl der Karten im Kartenstock, die Ihre Hand verbessern), um Ihre Gegner auszuspielen falls Sie gecallt oder geraised werden. Eigentlich hoffen Sie aber sowieso den Pott gleich zu gewinnen. Sie sind beispielsweise in einer späten Position J -T und der Flop zeigt K -6 -2 . Auf diese Weise bekommen Sie einen Flush draw mit 9 Outs. Es sind noch drei andere Spieler am Pott beteiligt und alle checken. Sie setzen, obwohl Sie nicht die beste Hand haben, da ja alle gecheckt haben. Ihre Gegner zeigen damit Schwäche und steigen vielleicht mit Pocket Pairs, einem Paar 6er oder 2er aus. Auch wenn niemand aussteigt, haben Sie 9 Outs zum Flush und vielleicht einen zusätzlichen 6er Outs zum gewinnen, wenn Sie auf ein J oder T stoßen, also 15 Outs insgesamt. Wenn sie gecallt haben und es wird am Turn gecheckt, dann haben Sie die Gelegenheit eine Karte zu nehmen, für den Fall, dass sich ihre Hand nicht verbessert hatte.
Das Slowplay
Wenn Sie eine starke Hand haben, ist es manchmal das Beste, es langsam angehen zu lassen, was bedeutet, in einer Wettrunde nur zu checken oder zu callen, natürlich mit dem Hintergedanken, in einer späteren Runde zu setzten und/ oder zu erhöhen. Im Hold’em ist das eine gängige Methode beim Flop, denn Sie wollen ihre Gegner aus der Reserve locken, damit Sie dann beim Turn oder River, wo die Einsätze verdoppelt werden, erhöhen können. Allerdings kann diese Taktik auch schnell nach hinten losgehen, wenn Sie zulassen, dass Ihre Gegner freie Karten nehmen, die Ihre Hand schlagen können. Manche Spieler nutzen das Slowplay zu oft und verlieren dadurch Pots, die sie gewonnen hätten, wenn Sie diese Taktik nicht angewendet hätten. Wenn dies passiert, dann ist das ein mathematisches Desaster. Denn schließlich verlieren Sie einen Pot, mit dem Sie fest gerechnet haben und der Ihnen sicher gewesen wäre, hätten Sie normal gesetzt und erhöht. Stattdessen müssen Sie nun einen Gegner bezahlen, der Sie geschlagen hat.
Im Allgemeinen sollten Sie die Taktik des Slowplay nicht anwenden, wenn eine der folgenden Situationen vorliegt:
- Eine freie Karte kann Sie schlagen
- Eine freie Karte wird Ihrem Gegenspieler höchstwahrscheinlich keine zweitbeste Hand geben
- Es sind viele Gegner im Spiel
- Ein großer Pot
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