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Texas Hold’em: Das Ankündigen einer Bluffaktion

Einleitung

Es gibt einige Waffen, die man einsetzten kann, um beim Spiel nicht zu durchschaubar zu werden. Zum Beispiel völlig oder halb Bluffen, check-raisen, versuchen eine free-card zu bekommen und langsam spielen (slowplay). Aber es gibt noch eine Taktik, die sich von den eben genannten völlig unterscheidet. Man nennt diese Taktik „Advertising Plays (angekündigte Bluffaktion). Man kündigt eine Bluffaction mit der Absicht an, sich selbst als einen verlierenden Spieler zu erklären. Mit solchen ehrlichen Mitteln will man die anderen Spieler dazu anzuregen, mehr Action ins Spiel zu bringen, damit Sie sie bei späteren Spielen abcashen können. Dies ist schlechtweg eine verrückte Methode, denn Sie spielen mit Händen, mit denen Sie normalerweise nicht spielen würden und vor allem nicht so, dass es der ganze Tische sehen kann. Aber Vorsicht! Sie sollten diese Taktik nur anwenden, wenn Sie wissen, dass Sie mit denselben Spielern für eine ganze Weile spielen werden. Es gibt also keinen Grund ein advertising play in der letzten Runde am Abend zu starten, wenn sowieso klar ist, dass Sie mit denselben Spielern nie mehr spielen werden.

Die sich dafür eignenden Hände

Wenn Sie sich also für das ‚advertising play’ entscheiden, brauchen Sie nicht völlig unbesonnen zu spielen und bei Händen wie 7-2 unterschiedlicher Farben erhöhen, wenn Sie als erster setzten müssen. Im Gegenteil. Sie spielen diese Art des Spiels am Besten, wenn Sie sich trotzdem eine leichte Chance einräumen, den Pot zu gewinnen. Die Arten von Händen, die sich eignen, sind die 65s, 76s, Axs und kleine Paare. Wenn Sie also ein ‚advertising play’ machen, gehen Sie sehr aggressiv mit Händen um, die Sie so sonst nie spielen würden. Sie können beispielsweise mit einer dieser Hände erhöhen, wenn Sie als erster setzten müssen. Dann spielen Sie diese aggressiv den ganzen Weg bis zum River. Sie können dies genauso gut auch aus einer späten Position heraus machen. Wenn man Sie beim Bluffen am River erwischt, dann stellen Sie auch sicher, dass jeder Ihre Hand sieht und man sich erinnert, wie verrückt Sie diese gespielt haben.

Wenn Sie natürlich den Pot gewinnen, ohne dass Sie Ihre Karten zeigen mussten, ist das umso besser, denn dann können Sie bald wieder das ‚advertising play’ probieren und haben wieder die Chance einen Pot zu gewinnen, in den Sie normalerweise nie involviert gewesen wären. Nach einem solchen Spiel sollten Sie aber erst einmal eine Weile tight spielen und zu Ihrer eigentlichen Spielstrategie zurückkehren. Denn meist wird sich das ‚advertising play’ in den Köpfen der Gegner festgesetzt haben und sie werden gegen Sie callen und setzen, wie sie es sonst nie gemacht hätten. So behalten Sie immer im Hinterkopf, das Ihre Gegner Spiele gegen Sie spielen werden, die sie nie gespielt hätten, wenn sie wissen würden, was Sie gegen diese in der Hand haben.


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